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| Lars
Krückeberg debütierte in der Spielzeit 1989/90 als Mendel in
der deutschsprachigen Original-inszenierung des Erfolgs-Musicals „Anatevka“
von Jerry Bock. Bis zur Spielzeit 1996/97 war er Ensemble-Mitglied des
Bernhard-Theaters Zürich. Zudem wirkte er zeitgleich in zahlreichen
Tournee-Produktionen – unter anderem für das Scala-Theater
Basel, das Wiener Operetten Theater, das Junge Ensemble Düsseldorf
und das Kinder- und Jugendtheater Zürich – mit und bereiste
in diesem Rahmen den gesamten deutsch-sprachigen Raum, sowie Dänemark,
Italien, Belgien und Polen. Ebenfalls in diesen Zeitraum fiel seine erste
Rolle in einer freien Theaterproduktion, nämlich die männliche
Hauptrolle in Torsten Wisotzjkys „Extremities“-Inszenierung,
die 1995 mit großem Erfolg im Theaterhaus Düsseldorf zur Aufführung
kam. Weitere Rollen folgten, zudem auch erste TV-Auftritte, z.B. im „Tatort“,
im ZDF-Dreiteiler „Die Nacht der Frauen“ und im Spielfilm
„Twiggy“. Dennoch wandte sich Krückeberg von nun an verstärkt der Regietätigkeit zu und übernahm Hospitanzen sowie Assistenzen, unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus und für das Theater Kontra-Punkt. Schließlich gab er 1999 mit der Uraufführung von „Tanz, Technik“ (Text: Thomas Böhme“) im GROSSEN HAUS des Düsseldorfer Schauspielhauses sein Regie-Debut ab. Die NRZ urteilte damals, dass „…(seine) hervorragende Regiearbeit … zu verdient-begeistertem Applaus und Standing Ovations führte“. Es folgten „Peter Kürten Superstar“ (Text: Lars Krückeberg), „Das Blut“ (Text: Sergi Belbel) und „Trainspotting“ (Text: Irvine Welsh, Bühnenfassung: Lars Krückeberg), die durchweg vergleichbar erfolgreich waren. Sämtliche Inszenierungen tragen unverkennbar die Handschrift des Regisseurs: Eine strenge formale Ordnung verbindet sich mit einem hoch-agilen Bewegungstheater, das den Körper des Schauspielers auf weitgehend leer geräumter Bühne ins Zentrum rückt. Dabei nimmt Krückeberg „seine Zuschauer auf eine Achterbahn-Fahrt der Gefühle mit“ und lässt sie schließlich „nachdenklich, schockiert und ergriffen“ (Rheinische Post) zurück. "Wie bereits bei den vorherigen Stücken arbeitet Krückeberg bei der Nacht der Puppen mit einer beinahe komplett leeren Bühne, musikalischen Unterstreichungen, Lichteffekten und hochpräsenter schauspielerischer Darstellung. Die Protagonisten und ihre Handlungen stehen im Fokus. Nichts da, das ablenken könnte. Das Stück geht unter die Haut und da gehört es auch hin."
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